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Matratzen & Schaumstoffe: Was versteht man unter den Härtegraden? Ein Überblick!

Die Härtegrade sollen Verbrauchern helfen, die richtige Matratze zu finden. Aber schnell verliert man den Überblick, da die Härtegrade nicht genormt sind und von Matratze zu Matratze variieren können. Wir bieten Ihnen hier einen Überblick über die Härtegrade bei Matratzen.

Härtegrade bei Matratzen Für jeden Menschen gibt es den passenden Matratzenhärtegrad Matratzenhärtegrade

FAQ zu den Härtegraden bei Matratzen

Was versteht man unter einem Härtegrad?

Ein Härtegrad gibt die Festigkeit einer Matratze an, also ob sie eher weich, mittel oder fest ist.

Wie viel Härtegrade gibt es?

Hersteller von Matratzen haben oft sehr unterschiedliche Härtegrade, manche nur drei, andere fünf Härtegrade.

Welcher Härtegrad ist der richtige für mich?

Bei der Wahl des Härtegrades sollte man u. a. das eigene Körpergewicht und die bevorzugte Liegeposition berücksichtigen?

Gibt es Unterschiede bei den Matratzenmaterialien?

Ja, auch die Art der Matratze macht einen Unterschied für den Härtegrad. Einige Materialien sind grundsätzlich weicher oder fester.

Ausführliche Informationen zu den Härtegraden

Was versteht man unter einem Härtegrad?

Wer auf der Suche nach einer neuen Matratze ist, wird schnell auf den Begriff “Härtegrad” stoßen. Damit bezeichnen Hersteller die Festigkeit der jeweiligen Matratze, also ob sie eher weich, mittelfest oder fest ist. Dazwischen gibt es noch weitere Abstufungen, je nach Anzahl der Härtegrade.

Welche Härtegrade gibt es bei Matratzen?

Grundsätzlich gibt es weiche, mittlere und feste Matratzen. Viele Anbieter bieten ihre Matratzen aber auch mit vier oder fünf unterschiedlichen Härtegrade an, sodass es noch weitere Abstufungen gibt. Also auch sehr weiche oder sehr feste. Die Anzahl der Härtegrade entscheidet über die tatsächliche Festigkeit des einzelnen Härtegrades.

 

Festigkeit/Anzahl der Härtegrade insgesamt

3 Härtegrade

4 Härtegrade

5 Härtegrade

Härtegrad 1

weich

weich

sehr weich

Härtegrad 2

mittelf

mittel

weich

Härtegrad 3

fest

mittelfest

mittel

Härtegrad 4

-

fest

fest

Härtegrad 5

-

-

sehr fest

Warum gibt es unterschiedliche Härtegrade bei Matratzen?

Die Menschen sind unterschiedlich schwer und groß, haben individuelle Wünsche zum Liegekomfort oder eine andere bevorzugte Schlafposition. Würde es nur einen Härtegrad bei Matratzen geben, würden Menschen mit niedrigem Gewicht zu fest liegen und Menschen mit hohem Gewicht zu weich. Über die verschiedenen Härtegrade wird man der Vielfalt der Menschen gerecht und kann erreichen, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, seine perfekte Matratze zu finden. Im Übrigen: Nicht nur die Härtegrade untereinander unterscheiden sich. Auch in Bezug auf die Schaumstoffart gibt es weichere und festere Materialien, sodass eine Matratze mit Härtegrad 2 nicht immer der gleichen Festigkeit entsprechen muss.

Wie sind die Härtegrade nach Schaumstoffart?

Je nachdem welches Material man für die Matratze wählt, sollte man den Härtegrad im Hinterkopf haben. Denn die Schaumstoffe sind unterschiedlich weich bzw. fest. Schlafen Sie beispielsweise gerne auf einer mittelfesten Matratze, müssten Sie bei Komfortschaumstoff den Härtegrad 3 wählen, bei Premiumkaltschaum den Härtegrad 3. Das macht einen Vergleich und eine Entscheidung oft schwierig. Daher haben wir hier einen kleinen Überblick für Sie zusammengefasst. 

Festigkeit / Schaumstoffart

Komfortschaumstoff

Kaltschaum (Standard)

Kaltschaum (Premium)

Härtegrad 1

weich (28/30)

weich (40/25)

mittelweich (50/25)

Härtegrad 2

mittel (25/40)

mittel (40/30)

mittelfest (50/30)

Härtegrad 3

mittelfest (35/50)

mittelfest (40/40)

fest (50/40)

Härtegrad 4

fest (40/70)

fest (45/50)

sehr fest (55/60)

Wonach werden die Härtegrade unterschieden?

In der Regel geben die Anbieter, wir ebenso, eine Gewichtsspanne an, die bei der Wahl des Härtegrades helfen soll. Anhand des eigenen Körpergewichts - und einiger anderer Faktoren - können Sie dann für sich den passenden Härtegrad auswählen.

Festigkeit / Schaumstoffart

Komfortschaumstoff

Kaltschaum (Standard)

Kaltschaum (Premium)

Härtegrad 1

weich (28/30)

15 bis 40 kg

weich (40/25)

15 bis 40 kg

mittelweich (50/25)

15 bis 55 kg

Härtegrad 2

mittel (25/40)

45 bis 60 kg

mittel (40/30)

45 bis 60 kg

mittelfest (50/30)

55 bis 75 kg

Härtegrad 3

mittelfest (35/50)

70 bis 95 kg

mittelfest (40/40)

70 bis 95 kg

fest (50/40)

75 bis 110 kg

Härtegrad 4

fest (40/70)

100 bis 140 kg

fest (45/50)

100 bis 140 kg

sehr fest (55/60)

120 bis 150 kg

 

Die Menschen, deren Körpergewicht an der unteren oder oberen Grenze unserer Empfehlungen liegen, können auch den nächst niedrigeren oder nächst höheren Härtegrad wählen.

Aktueller Härtegrad zu fest = aktueller Härtegrad -1

Aktueller Härtegrad zu weich = aktueller Härtegrad +1

Die Wahl des Härtegrades sollte dabei auch abhängig von der bevorzugten Liegeposition gewählt werden.

Wer schläft besser auf welchem Härtegrad?

Grundsätzlich sagt man:

  • Personen mit geringem Körpergewicht benötigen einen niedrigeren Härtegrad.

  • Personen mit einem höheren Körpergewicht benötigen einen höheren Härtegrad.

  • Seiten- und Rückenschläfer liegen besser auf einer eher weichen Matratze.

  • Bauchschläfer sollten auf einer eher festen Matratze schlafen.

Liegt Ihr Körpergewicht also beispielsweise bei 90 kg und Sie schlafen in der Regel auf dem Bauch, können Sie anstelle des Härtegrades 3 über den Härtegrad 4 nachdenken (bei PUR und Kaltschaum Standard). Wiegen Sie rund 65 kg und liegen gerne weicher, damit Ihre Schulter und das Becken bequem einsinken können, wählen Sie lieber den Härtegrad 2 anstelle des Härtegrades 3. Um den richtigen Härtegrad für die Matratze zu finden, muss man allerdings mehr berücksichtigen als das eigene Körpergewicht. Das Körpergewicht als Angabe beim Härtegrad dient immer nur einer Empfehlung und Orientierung.

Körperbau & Körpergröße

Wiegt jemand 90 kg bei 180 cm Körpergröße, sind die Proportionen anders als bei einer Person mit 80 kg und 160 cm. Die erste Person könnte von einer weicheren Matratze profitieren, während die zweite Person ausreichend Stützung benötigt und damit einen höheren Härtegrad.

Liegeposition

Wenn Sie die Seiten- oder Rückenlage bevorzugen, sinkt Ihr Körper anders in die Matratze ein, als bei einem Bauchschläfer. Wichtig wäre eine weiche Matratze, damit Schultern und Becken bequem liegen. In der Bauchlage sollte die Matratze hingegen fester sein, damit die Wirbelsäule ausreichend gestützt wird und nicht durchhängt.

Gesundheit

Wer zum Beispiel häufig unter tauben Gliedmaßen oder Muskelschmerzen leidet, liegt vielleicht auf einer zu festen Matratze. Die Matratze übt dann zu viel Gegendruck aus, sodass der Körper nicht weich genug liegt. Arme, Beine, Gelenke und Muskeln können nicht ausreichend entlastet und durchblutet werden.

Komfort

Ungeachtet von Körpergewicht und gesundheitlichen Problemen hat jeder Mensch einen bevorzugten Komfort. Wer also gerne weicher liegt, sollte auch einen entsprechend niedrigen Härtegrad zu seinem Körpergewicht wählen. Analog gilt das für Menschen, die lieber fester liegen.

Wie unterscheiden sich die Härtegrade nach Schaumstoffart?

Wie weich oder fest der Härtegrade empfunden wird, hängt auch von der gewählten Schaumstoffart ab. Das liegt an den verschieden Herstellungsverfahren, die dazu führen, dass Schaumstoffe weicher oder fester sind - und dennoch werden sie mit dem gleichen Härtegrad angegeben. Bei gleichem Härtegrad ist das Liegegefühl bei

  • Komfortschaumstoff eher mittel

  • Kaltschaum eher fest

  • Viscoschaum eher weich

Im Gegensatz zu Viscoschaum kann man bei Kaltschaum und Komfortschaumstoff recht zuverlässig über das Raumgewicht und die Stauchhärte die Festigkeit beeinflussen. Viscoschaum hingegen ist ein thermoplastischer Schaumstoff, der auf Wärme reagiert und folglich unweigerlich nachgibt, sobald man sich auf die Matratze legt. Auch Umgebungswärme kann die Formstabilität bei Viscoschaum beeinflussen. Das Liegegefühl ist hier also eher weich - auch, wenn man sich für einen höheren Härtegrad entscheidet.

Welche Tipps gibt es für die Härtegradauswahl bei Matratzen?

  • Schlafen Sie mit Ihrem Partner in einem Doppelbett auf einer Matratze, ist es gar nicht so leicht, den richtigen Härtegrad zu finden. Einfach ist es, wenn beide Partner ein ähnliches Körpergewicht und einen ähnlichen Körperbau haben. Auch bei minimalen Unterschieden kann man noch eine Matratze wählen. Entscheiden Sie sich möglichst für eine mittelfeste Matratze, damit beide Partner möglichst bequem liegen. Sind die Unterschiede im Körpergewicht aber sehr groß, sollte man lieber zwei Matratzen mit dem jeweils passenden Härtegrad wählen.

  • Matratzen für Babys und Kinder sollten immer mittelfest bis fest sein (Achtung: Unter Berücksichtigung des Körpergewichts kann dies auch Härtegrad 1 sein!). Nur so können sich Wirbelsäule und Skelett gesund entwickeln.

  • Über einen zusätzlichen Topper, der auf die Matratze gelegt wird, können Sie den Liegekomfort anpassen. Dabei gilt jedoch: Ein Topper kann eine harte Matratze bequemer machen, aber keine zu weiche Matratze fester. Ist die Matratze zu weich und sogar durchgelegen, sollte sie besser ausgetauscht werden.

Wenn Sie sich für eine neue Matratze entscheiden möchten, ist unsere Empfehlung immer die individuellen Bedürfnisse im Blick zu behalten. Das gilt sowohl für das Körpergewicht und den Körperbau als auch für die bevorzugte Schlafposition und Liegehärte.

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