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Matratzenhöhe: Was ist ideal - dünn oder dick?

Die meisten Menschen bevorzugen mittlerweile eine dicke Matratze, weil sie glauben, dass eine gewisse Matratzenhöhe mehr Komfort verspricht. Allerdings entscheidet nicht die Höhe der Matratze über ihre Qualität.

Matratzenhöhe: Was ist ideal - dünn oder dick? So finden Sie die passende Matratzenhöhe

 

Was zeichnet die Matratzenhöhe aus?

Zunächst müssen wir einmal klären, dass Höhe nicht gleich Höhe ist. Das bedeutet, dass Anbieter oftmals unterschiedliche Höhen für ein Matratzenmodell angeben. Damit sind in erster Linie die Kernhöhe und die Gesamthöhe der Matratze gemeint:

Kernhöhe

bezeichnet die Höhe des Matratzenkerns, der aus dem Hauptmaterial der Matratze besteht. Er macht in der Regel den größten Teil der Matratze und damit der Matratzenhöhe aus.

Gesamthöhe

bezeichnet die gesamte Höhe der Matratze - von der untersten Schicht über den Matratzenkern bis zur obersten Schaumstofflage, inklusive des Matratzenbezugs.

Was ist die Standardhöhe bei Matratzen?

Die ganz normalen Matratzen, die man sich in sein Bettgestell legt um darauf zu schlafen, messen eine Gesamthöhe von 17 bis 21 cm. In den vergangenen Jahren sind Boxspringbetten und damit dickere Matratzen zunehmend beliebter geworden, sodass die Standardhöhe einer Matratze heute auch bei 20 bis 25 cm liegen kann. Zum Vergleich: Vor einigen Jahrzehnten galten 13 bis 16 cm noch als Standardhöhe für Matratzen. Das würden viele Menschen heute nur noch für Gästematratzen oder Matratzen im Wohnmobil verwenden, die nur gelegentlich genutzt werden.

Ist eine dicke Matratze immer besser?

Nur weil der Trend hin zu einer dickeren Matratze geht, bedeutet dies nicht, dass eine hohe Matratze automatisch besser respektive bequemer oder langlebiger ist. Wichtiger als die Höhe einer Matratze sind zum Beispiel das Raumgewicht und die Formstabilität bzw. Rückstellkraft. Beides sollte auf das Körpergewicht und die individuellen Schlafgewohnheiten abgestimmt sein.

Welche Matratzenhöhe ist ideal?

Während eine zu hohe Matratze im Regelfall keine bis wenige Nachteile mit sich bringt, kann eine zu dünne Matratze sehr viele Probleme bereiten. Vor diesem Hintergrund gilt es aber auch die übrigen Eigenschaften der Matratze (Schaumstoffart, Raumgewicht, Stauchhärte) sowie das eigene Körpergewicht und die bevorzugte Liegeposition zu berücksichtigen. Es gilt:

  • Das Raumgewicht der Matratze muss zum Körpergewicht passen.

  • Ist das Raumgewicht der Matratze nicht ideal, liegt man auf einer dünnen Matratze schnell durch.

  • Passt der Schaumstoff nicht zur Liegeposition, kann man ebenfalls schnell durchhängen.

  • Auch Stauchhärte und Formstabilität beeinflussen den Liegekomfort.

Die Matratzenhöhe ist also eher eine Frage der persönlichen Vorliebe und weniger ausschlaggebend für die Qualität einer Matratze.

Wer sollte auf die Matratzenhöhe achten?

Zwei Ausnahmen gibt es in diesem Zusammenhang dennoch, denn die Matratzenhöhe kann sehr wohl eine Rolle spielen.

Seitenschläfer

sollten auf eine ausreichend hohe Matratze achten, da Schulter und Hüfte tief und weich genug einsinken müssen, um die Wirbelsäule in eine ergonomisch korrekte Haltung zu bringen. Auf einer dünnen Matratze würden Seitenschläfer vermutlich sehr schnell auf dem Lattenrost liegen - oder aber die Matratze müsste so fest sein, dass aber Schulter und Hüfte nicht ausreichend weich liegen können, um einzusinken.

Einstiegshöhe

ist ein gutes Stichwort, denn sie wird unter anderem durch die Matratzenhöhe beeinflusst. Als Einstiegshöhe bezeichnet man die Höhe, in der sich das Bettgestell inklusive Lattenrost, Matratze und ggf. Topper befinden. Ist die Einstiegs- bzw. Ausstiegshöhe zu niedrig, kann das Ein- und Aussteigen aus dem Bett beschwerlich werden. Vor allem für ältere Menschen oder Menschen mit körperlicher Einschränkung kann das mühsam sein. Eine höhere Matratze kann das Ein- und Aussteigen erleichtern.

Fazit: Matratzenhöhe entscheidet nicht über die Qualität

Die Höhe der Matratze ist kein ausschlaggebendes Kriterium über die Qualität einer Matratze. Vielmehr entscheiden die Schaumstoffart, das Raumgewicht und die Formstabilität, ob eine Matratze von guter Qualität ist. Wichtig bleibt: Alle Faktoren sollten stets unter dem Aspekt des eigenen Körpergewichts und der bevorzugten Schlafposition betrachtet werden.

 

Foto von Max Vakhtbovych auf Pexels