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Kinder- und Jugendmatratzen: Ein Kaufratgeber für Eltern!

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Schaumstoffart, Härtegrad, Matratzengröße? Als Eltern möchte man alles richtig machen und seinen Kindern den bestmöglichen Schlafkomfort bieten. Aber wie macht man das? Welche Matratze ist für Babys die beste, welche Matratze ist für 6-Jährige die beste? Viele Fragen, wenig Fachwissen. Die meisten Eltern sind (erst einmal) ratlos. Unser kleiner Ratgeber gibt Ihnen einen Überblick zu den Kinder- und Jugendmatratzen, sodass Sie Ihr Kind von Geburt an richtig betten

Welche Matratze ist für Kinder am besten geeignet?

Leider gibt es nicht die eine Matratze, die Sie zur Geburt kaufen und das Kind kann bis ins Jugendalter darauf schlafen. Das wäre allein aus Gründen der Matratzengröße kaum sinnvoll. Babys schlafen lieber auf einer kleineren Matratze in einem Gitterbettchen oder Beistellbettchen, weil sie sich darin geborgen und nicht so verloren fühlen. Eine große Matratze, auf der auch später das pubertierende Kind mit 15, 16 oder 17 Jahren schläft, wäre für Babys viel zu groß und ungemütlich.

Außerdem muss man beim Kauf der Kinder- und Jugendmatratze auf weitere Faktoren wie die Festigkeit oder die Eigenschaften des Schaumstoffes achten, damit der kindliche Schlaf bestmöglich unterstützt wird.

Welcher Schaumstoff für Babymatratze?

Bei einem Neugeborenen müssen Eltern wichtige Dinge beachten, damit eine gute, gesunde Schlafumgebung sichergestellt wird. Insbesondere im Zusammenhang mit der Entwicklung des Skeletts und der Wirbelsäule sowie möglichen Gefahren für den plötzlichen Kindstod raten Experten zu einer festen, nicht harten Matratze. Der Vorteil ist, dass Neugeborene auf der stabilen Unterlage nicht zu tief einsinken - ihre Wirbelsäule kann gesund wachsen und sie liegen frei zum Atmen. Durch das geringe Körpergewicht von Neugeborenen und Babys reicht schon eine niedrige Stauchhärte, damit die Babymatratze “fest” ist.

Unsere Empfehlung für Babymatratzen: Eine Stauchhärte von 20 oder 30 ist aufgrund des geringen Gewichts absolut ausreichend für Babys, damit sie auf einer möglichst festen Unterlage schlafen. Ein Baby sollte maximal drei Zentimeter in die Matratze einsinken. Mit einer PU-Schaumstoffmatratze haben Sie eine preiswerte, atmungsaktive und feuchtigkeitsdurchlässige Matratze für Ihr Baby. Wenngleich PU-Schaumstoffmatratzen nicht die langlebigsten sind, empfehlen wir Ihnen diese dennoch: Bis das Baby in das nächstgrößere Bett wechselt und eine neue Matratze benötigt, ist die Babymatratze lange nicht abgenutzt oder durchgelegen.

Die Standardgrößen für Babymatratzen (im Gitterbettchen) sind 60 x 120 cm und 70 x 140 cm. Sollten Sie ein älteres Bettchen haben, beispielsweise ein Erbstück, oder ein Babybett selber bauen, können Sie sich die gewünschte Matratzengröße bei uns bestellen.

Welcher Härtegrad für (Klein)-Kinder?

Der Härtegrad der Kindermatratze - ob das Kind zwei, sechs oder acht Jahre alt ist - sollte immer nach dem Körpergewicht gewählt werden. Da sich Kinder unterschiedlich schnell entwickelt - einige sind größer, andere kleiner, kräftiger oder schmaler - kann man keine pauschale Antwort geben, ab welchem Alter welcher Härtegrad für eine Kindermatratze sinnvoll ist. Man kann nur ungefähre Angaben machen und Empfehlungen aussprechen, an denen sich Eltern orientieren können.

Möchten Sie sich vorausschauend um die passende Kindermatratze kümmern, empfehlen wir einen Blick in die Skala zu Größe und Körpergewicht für Mädchen und Jungen in den unterschiedlichen Altersstufen, die die Weltgesundheitsorganisation veröffentlicht. Schauen Sie hier am besten nach dem derzeitigen Körpergewicht Ihres Kindes und versuchen Sie eine “Hochrechnung” wie schwer Ihr Kind sein wird, wenn es eine neue Kindermatratze benötigt. Als Eltern können Sie am besten einschätzen, wie sich Ihr Kind entwickelt.

Als weitere Orientierung dienen unsere nachfolgenden Empfehlungen für Kinder- und Jugendmatratzen. In diesen Abständen / Altersstufen ist eine neue Matratze sinnvoll. Einerseits, weil sich Ihr Kind weiterentwickelt hat, größer und schwerer geworden ist. Andererseits, weil auch Kinder- und Jugendmatratzen nach einigen Jahren abgenutzt sind - nicht nur durch das Schlafen, sondern auch Herumhüpfen und Toben oder Getränke und andere Flüssigkeiten, die ohne passenden Schutz in die Matratze einsickern.

Welche Matratze für Kinder ab 2 Jahre?

Ist Ihr Kind zwei Jahre alt oder älter, können Sie über eine neue Matratze nachdenken. Nicht selten wechseln Kinder in diesem Alter in ein neues, größeres Bett, sodass ohnehin eine neue Kindermatratze angeschafft werden muss. In erster Linie sollten Sie eine Kindermatratze wählen, die ausschließlich dort nachgibt, wo Druck ausgeübt wird. Die Wirbelsäule Ihres Kindes ist zwar schon stabiler, aber längst nicht ausgereift. Es ist daher wichtig, dass der Körper des Kindes gut gestützt wird. Das erreichen Sie zum Beispiel mit einer Kaltschaummatratze, die über eine gute Punktelastizität verfügt

Hierbei sollten Sie darauf achten, dass Sie auch die Festigkeit der Matratze anpassen. Jetzt fragen Sie sich: Welcher Härtegrad ist für Kinder sinnvoll? Abhängig ist das vom Gewicht des Kindes. Ob die Stauchhärte gut geeignet ist, sehen Sie zum Beispiel daran, wie stark das Kind beim Liegen in die Matratze einsinkt. Liegt das Kind auf der Seite und die Wirbelsäule “hängt durch” ist der Härtegrad zu niedrig. Im Übrigen ist eine zu feste Unterlage besser als eine zu weiche, da bei sehr soften Matratzen Wirbelsäule und Rücken zu stark gekrümmt werden.

➤ Unsere Empfehlung für Kindermatratzen ab 2 Jahre: Eine Stauchhärte von 30 ist für das Gewicht von Kindern mit zwei oder drei Jahren ausreichend, damit sie auf einer mittelfesten Unterlage schlafen. Ihr Kleinkind sollte maximal vier Zentimeter in die Matratze einsinken. Ab diesem Alter empfehlen wir Ihnen eine Kaltschaummatratze, damit der Körper des Kindes an den richtigen Stellen gestützt wird und Wirbelsäule und Skelett weiterhin gesund wachsen können.

Im ersten großen Kinderbett wählen die meisten Eltern eine Kindermatratze mit 90 x 200 cm. Diese Maße sind ideal, damit sich das Kind ausreichend im Schlaf bewegen kann - und auch Mama und Papa gelegentlich Platz finden, wenn das Kind nicht einschlafen kann.

Welche Matratze für Kinder ab 6 Jahre?

Kinder ab etwa sechs Jahren können auch eine weichere Schaumstoffmatratze wechseln, auf der ihr Körper etwas mehr einsinkt als zuvor. Ein mittlerer Härtegrad bietet für die Kinder ab sechs Jahre - und mit Normalgewicht - eine optimale Unterstützung. Punktelastische Eigenschaften, wie bei einer Kaltschaummatratze, sind spätestens jetzt von Vorteil, um das Kind optimal zu stützen.

➤ Unsere Empfehlung für Kindermatratzen ab 6 Jahre: Normalgewichtige Kinder im Alter von sechs Jahren wiegen +/- 18 kg. Für sie eignet sich eine Kindermatratze mit einer Stauchhärte von 30, damit sie auf einer mittleren Unterlage liegen. Die Matratze darf nun etwas mehr nachgeben, da Wirbelsäule und Skelett bereits ausgereifter sind.

Welche Matratze für Kinder ab 12 Jahren?

Wenn die Kinder ins Jugendalter kommen und die Pubertät beginnt, ist das Wachstum - in Bezug auf Körpergewicht und Größe - sehr unterschiedlich, sodass sich sinnvolle Angaben zur Stauchhärte einer Kinder- und Jugendmatratze nicht mehr gut machen lassen. Kinder ab 12 Jahre wiegen rund 45 bis 50 kg. Für diese Gewichtsklasse empfiehlt sich weiterhin eine Stauchhärte von 30. Punktelastizität, wie es Kaltschaum und Visco-Schaum bieten, sollte ein Auswahlkriterium beim Kauf einer Kindermatratze für dieses Alter sein

Welche Matratzen für Jugendbett?

Mit 12, 13 und 14 Jahren sind Kinder aus ihrem “Kinderbettchen” meist rausgewachsen - was gar nicht unbedingt bedeutet, dass sie zu groß geworden sind. Jugendliche fühlen sich in größeren Betten, insbesondere in 100 x 200 oder 120 x 200, einfach “erwachsener”. Es ist dann also oftmals an der Zeit, in eine neue Matratze zu investieren. Da die Stauchhärte von 30 bis zu einem Körpergewicht von 70-80 kg empfohlen wird, reicht diese für die Jugendmatratze aus. Die Wahl des Härtegrades sollten Sie aber wie bisher auch vom individuellen Körpergewicht und den Liegevorlieben des Kindes abhängig machen.

Die richtige Kinder- und Jugendmatratze finden: Das sollten Eltern außerdem beachten!

Bei der Auswahl der passenden Matratze für das Kind oder den Jugendlichen sollte man als Eltern nicht nur die Festigkeit und Schaumstoffart berücksichtigen. Ganz grundsätzlich empfiehlt es sich beim Matratzenkauf auf diese Faktoren zu achten:

Die Qualität der Matratze

Babys, Kinder und Jugendliche sollten in einer möglichst gesunden Umgebung schlafen. Das umfasst auch das Thema Chemikalien. Viele billige Anbieter aus dem Ausland verkaufen Matratzen, bei deren Herstellung chemische Substanzen freigesetzt wurden und die sich im Schaumstoff festgesetzt haben. Als Verbraucher merkt man dies meist an einem unangenehmen Geruch, der von der Matratze empor steigt. Dieser Geruch kann auch bei hochwertigen Matratzen auftreten, allerdings verfliegt er nach kurzer Lüftung wieder. Bei billigen Matratzen bleibt der Geruch und wird vom schlafenden Kind jede Nacht eingeatmet.

Unsere Matratzenexperten von Topschaum.de empfehlen, ausschließlich Matratzen mit dem OEKO-TEX Standard 100 Zertifikat zu kaufen. Mit diesem Zertifikat wird Ihnen als Eltern zugesichert, dass die Kinder- und Jugendmatratze frei von Chemikalien oder anderen gesundheitsgefährlichen Substanzen ist.

Die Hygiene der Matratze

Bei Babys läuft die Windel aus, Kinder spucken oder erbrechen sich, verschütten Saft oder verschmieren Lebensmittel. In einer Kinder- und Jugendmatratze kann sich aber auch anderes ansammeln - beispielsweise Staub, Milben und Bakterien. Wählen Sie eine Schaumstoffmatratze, die einerseits kaum Nährboden für Bakterien bilden und andererseits gut zu reinigen ist, können Sie für eine gesunde, hygienische Schlafumgebung Ihres Kindes sorgen. PU Schaumstoffmatratzen lassen sich beispielsweise einfach reinigen - zum Beispiel in einem milden Seifenbad. Alternativ können Sie auch einen Topper verwenden, der die Matratze vor dem gröbsten Schmutz bewahrt. Für Babys und Kleinkinder empfiehlt sich zudem ein wasserdichter Matratzenschoner, der Feuchtigkeit, Urin, Spucke und Erbrochenes abhält.

Die Atmungsaktivität der Matratze

Warum eine Kinder- und Jugendmatratze atmungsaktiv und luftdurchlässig sein sollte, hat verschiedene Gründe. Zum einen wird dadurch ein Hitzestau vermieden, der unter anderem bei Babys gefährlich werden kann. Zum anderen ist eine atmungsaktive Kinder- und Jugendmatratze weniger anfällig für Staub und Milben. Das wiederum ist gut, wenn Ihr Kind bereits einige allergische Reaktionen zeigt. Zu guter Letzt ist eine hohe Atmungsaktivität ein Zeichen für einen guten Feuchtigkeitstransport. Die Matratze nimmt also Feuchtigkeit - die beispielsweise durch Körperwärme automatisch entsteht - auf und gibt sie wieder ab. Das reduziert die Anfälligkeit für Stockflecken und Schimmel.