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Filterschaum

Filterschäume sind in der Regel Sondertypen von elastischen Polyurethan-Weichschäumen, die im wesentlichen aus Polyolen und Diisozyanat geschäumt werden. Um ein gleichmäßig offenzelliges Material für eine solche technische Anwendung zu erhalten, werden die Poren in einem speziellen Verfahren, der Retikulierung, zu fast 100 % geöffnet. Filterschäume sind beständig gegen Seife, Öle, Schmier- und Reinungsmittel, Mineralöle, Schweiß und wasserbeständig.

Filterschaum hat eine gute thermische Isolations-Eigenschaft, gute Schallabsorptionswerte, sehr gute Ozon- bzw. Sauerbestoffbeständigkeit (geringe Vergilbung unter Einfluß von Licht, Ozon und Sauerstoff) und sehr gute stoßhemmende Eigenschaften.

Die Porengröße der Filterschaumstoffe wird in PPI (Poren pro Inch) angegeben. Die lineare Maßeinheit Inch entspricht 2,54 cm. Die Angabe „PPI“ beschreibt hier die Porigkeit (die Porenmenge) des Schaums. Die feinporigste Variante PPI 60 erinnert an Matratzenschaumstoff, die gröberen Ausführungen an Teppichschwämme. Durch den aufwändigeren Herstellungsprozess sind Filterschäume ein wenig teurer als reguläre PU-Schäume.
 

Einsatzgebiete:

Einsatzgebiete sind unter anderem Filtereinsätze, Klima- und Lüftungstechnik, Wasserfilter, Staubfilter, Luftfilter, Filter für Teichanlagen, HiFi-Filter, Tröpfenabscheidung, Verpackungshilfen, Dachelemente (Lüftungseffekt) ,Bügelunterlagen, Matrix für keramische Filter, Ansaugfilter

Das Material lässt sich auch beim Architekturmodellbau in PPI 10 bis 30 zur Darstellung von Wandflächen, Bäumen oder Hecken verwenden.

Verarbeitung:

Schneiden kann man den Schaum mit dem Cutter oder der Schere. Gefärbt wird er durch Tauchen in PLAKAT- oder ABTÖNFARBE. Dabei setzen sich abhängig vom Verdünnungsgrad der Farbe die Poren des feinporigeren Schaums zu, wenn er nicht anschließend ausgewrungen wird (LATEXHANDSCHUHE).