Tel.: 05225 8629990

Sie schwitzen im Bett? Wir haben 6 Sofort-Tipps + 3 Dauerlösungen gegen das Schwitzen!

Während des Schlafs zu schwitzen, ist absolut normal. Wenn Sie aber regelmäßig unter Nachtschweiß leiden und zu hohe Temperaturen Ihren Schlaf stören, sollten Sie etwas ändern. In diesem Artikel liefern wir Ihnen 6 Tipps, die Sie sofort umsetzen können, und 3 Lösungen, dauerhaft besser zu schlafen.

Was tun gegen Nachtschweiß? Mit der richtigen Schlafumgebung reduzieren Sie Nachtschweiß

 

Welche Funktion hat nächtliches Schwitzen?

Durch die biologische Uhr hat der Körper einen Tag-Nacht-Rhythmus gelernt. Wenn es also Abend wird, signalisiert uns der Körper durch verschiedene Zeichen, dass es Zeit fürs Zubettgehen ist. Die Dunkelheit fördert die Produktion von Melatonin - ein natürliches Schlafmittel. Liegen wir dann im Bett, wird die Atmung flacher, die Muskeln entspannen sich und der Blutdruck sinkt. Da wir uns im Schlaf nicht viel bewegen und nur wenig Energie verbrauchen, fährt der Körper auch die Wärmeproduktion herunter. Die Folge ist, dass die Körpertemperatur um rund 0,4°C sinkt. Und dennoch schwitzen wir nachts. So kommen durchschnittlich pro Nacht 0,5 Liter Schweiß aus unseren Hautporen, der dabei hilft die Körpertemperatur zu regulieren. Für gewöhnlich registrieren wir diese nächtliche Schweißproduktion nicht. Und selbst gelegentliche Schwitzanfälle sind für gewöhnlich kein Grund zur Besorgnis: Gut möglich, dass der Körper lediglich ein paar Bakterien oder Viren abwehren muss. Wenn Sie allerdings regelmäßig “schweißgebadet” aufwachen, die Schlafwäsche ist feucht oder nass und auch die Bettwäsche ist spürbar klamm, ist das ein Grund näher hinzuschauen.

Welche Ursachen hat Nachtschweiß?

Zu den häufigsten Ursachen für Nachtschweiß gehören ganz banale Faktoren wie eine zu warme Schlafumgebung (insbesondere im Sommer), Stress oder eine Erkältung. Medikamente, Alkohol, Koffein und scharfe Speisen können ebenfalls die Schweißproduktion antreiben. Bei Frauen könnte auch eine Schwangerschaft oder die Menopause der Grund für Nachtschweiß sein. Darüber hinaus ist nächtliches Schwitzen auch bei ernsthaften Erkrankungen wie Tuberkulose, Tumore, Stoffwechsel- oder Krebserkrankungen ein Anzeichen.

[Nachtschweiß im medizinischen Sinne]
Sollten Sie für einen längeren Zeitraum unter starken Schwitzattacken leiden, nachts den Schlafanzug oder die Bettwäsche wechseln müssen, klären Sie die Ursachen bitte mit Ihrem Arzt ab.

Warum schwitzt man im Bett?

  • Körperliche Ursachen wie hormonelle Schwankungen, Infekte, Erkrankungen, Fieber, Stoffwechselstörungen, Tuberkulose, Krebs, Tumore

  • Persönliche Ursachen wie Stress, Burn-Out, Angststörungen, Depressionen, Alkohol-, Tabak- oder Drogenkonsum

  • Äußere Ursachen wie warme Raum- oder Umgebungstemperatur, falsche Schlafbekleidung, falsche Bettwäsche, falsche Matratze

Welche Sofort-Tipps gibt es gegen Nachtschweiß? Welche Dauerlösungen sind effektiv gegen Nachtschweiß?

Wenn Sie gelegentlich unter Schwitzen leiden, etwa bei Erkrankungen oder im Sommer, helfen Ihnen unsere Sofort-Tipps, die Schlafumgebung kühler zu gestalten. Sollten Sie jedoch dauerhaft unter zu hohen Temperaturen im Bett und Schlafzimmer leiden*, empfehlen wir Ihnen unsere drei Dauerlösungen gegen Schwitzattacken. 

*sofern medizinische Ursachen ausgeschlossen wurden.

6 Sofort-Tipps gegens Schwitzen

  1. Ernährung - Sowohl über die Getränke als auch Speisen, die Sie zu sich nehmen, können Sie Einfluss auf das nächtliche Schwitzen nehmen. Trinken Sie idealerweise tagsüber viel Wasser oder ungesüßte Tees. Vermeiden Sie Alkohol und Koffein sowie scharfe und fettige Speisen. Ein Salbeitee vor dem Zubettgehen soll die Schweißproduktion hemmen. 

  2. Bewegung - Sorgen Sie tagsüber für ausreichend Bewegung. Gehen Sie regelmäßig spazieren oder treiben Sie Sport. Kurz vor dem Zubettgehen sollte keine hohe Bewegung stattfinden, da dies den Kreislauf ankurbelt. 

  3. Gesundheit - Achten Sie auf Ihre Gesundheit. Rauchen, Alkohol und Drogen können das Schwitzen verstärken. Ebenso wie Stress oder psychische Probleme. Aber auch Übergewicht trägt zum nächtlichen Schwitzen bei. 

  4. Raumtemperatur - Schaffen Sie eine kühle Schlafumgebung, etwa durch regelmäßiges Lüften [Achtung: Im Sommer nur früh morgens oder spät abends lüften!]. Unter 15°C sollte die Raumtemperatur allerdings nicht sinken. Das fördert Muskelkrämpfe, ein Auskühlen des Körpers und Schimmelbildung im Schlafzimmer. Auch eine Wärmflasche mit kaltem Wasser kann helfen, die Temperatur im Bett zu senken. 

  5. Schlafbekleidung - Manchmal ist es ganz einfach, Schwitzen zu vermeiden, indem man eine leichte Schlafbekleidung trägt oder nur in Unterwäsche schläft. Glatte Baumwolle oder feuchtigkeitstransportierende Stoffe sind ideal. [Achtung: Schlafen Sie besser nicht nackt, da dies zu Unterkühlungen führen kann!]. 

  6. Bad oder Dusche - Es mag zunächst paradox klingen, aber es hilft: Duschen Sie sich lauwarm ab oder nehmen Sie ein lauwarmes Bad vor dem Zubettgehen. Kaltes Wasser kurbelt die Wärmeproduktion des Körpers an. Lauwarmes Wasser hingegen sorgt für einen Abkühlungseffekt. Am besten trocknen Sie sich nicht komplett ab, so bleibt der kühle Effekt länger auf der Haut. 

3 Lösungen gegen Schwitzattacken 

  1. Bettwäsche - Unter einer zu dicken Bettdecke mit einem Winter-Bettbezug kommen Sie zweifellos ins Schwitzen. Wechseln Sie zu einer leichten Bettdecke, im Hochsommer reicht auch ein einfaches Bettlaken, und verwenden Sie Bettwäsche aus Seide, Seersucker (gekreppte Baumwolle) oder Leinen. 

  2. Matratze - Je nach Modell ist es nicht verwunderlich, dass Sie unter nächtlichen Schwitzattacken leiden. So sind vor allem Viscoschaum-Matratzen wärmespeichernd und folglich wenig kühlend. Verwenden Sie eine Matratze, die eine gute Atmungsaktivität und Luftzirkulation hat (z. B. Komfortschaumstoff). 

  3. Bett - Schlafen Sie auf einem Boxspringbett, könnten Sie auf Dauer über einen Wechsel zu einem Bett mit Lattenrost nachdenken. Das Lattenrost sorgt für einen besseren Luftaustausch - schafft dadurch nicht nur ein kühleres Klima, sondern hilft auch den Nachtschweiß zuverlässig abzutransportieren. 

Welche Matratze ist bei Nachtschweiß ideal?

Möchten Sie ihre alte Matratze gegen eine neue austauschen, sollten Sie bei der Materialart genau hinschauen. Es gibt einige Matratzen, die “von Haus aus” wärmer sind als andere. Das gilt beispielsweise für Viscoschaummatratzen. Der Schaumstoff ist thermoplastisch und wärmespeichernd - keine ideale Unterlage für Menschen, die nachts häufig schwitzen. Besonders kühlend sind Federkernmatratzen, da sie in den großen Federkammern für viel Luftaustausch und damit Abkühlung sorgen. Allerdings sind auch Federkernmatratzen nicht immer die richtige Wahl. Vor allem Allergiker können mit Federkernmatratzen Probleme bekommen, da sich in den großen Kammern nicht nur Luft sammelt, sondern auch Staub und Bakterien. Besser wäre dann eine Matratze aus Kaltschaum. Der Schaumstoff ist atmungsaktiv und feuchtigkeitstransportierend; Zudem bietet Kaltschaum einen sehr angenehmen Komfort - dank hohem Raumgewicht und langlebiger Qualität. Hier können Sie Ihre Kaltschaum-Matratze nach Maß fertigen lassen. 

Bedenken Sie bei Ihrer Matratzenwahl auch die übrigen Eigenschaften, die die verschiedenen Schaumstoffe mitsichbringen und ob diese zu Ihren Bedürfnissen passen. Gerne helfen wir Ihnen und beraten Sie persönlich zu unseren Matratzen und Schaumstoffen.

 

 

 

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay