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Neue Matratze in der Schwangerschaft: Das ist zu beachten!

Mit zunehmend wachsendem Fötus wächst nicht nur der Bauch, sondern steigt meist auch das Körpergewicht, die Blase drückt, der Ischiasnerv ist eingeklemmt - und sowieso soll man in der fortgeschrittenen Schwangerschaft gar nicht mehr auf dem Rücken liegen. Schwangere Frauen plagen viele Probleme, wenn es um das Thema Schlaf geht. Wie sinnvoll es ist, in der Schwangerschaft eine neue Matratze zu kaufen - und was dabei zu beachten ist -, lesen Sie hier!

Sollte man in der Schwangerschaft eine 
neue Matratze kaufen? Sollte man in der Schwangerschaft eine neue Matratze kaufen?

Wenn die alte Matratze nicht mehr passt…

Vor allem zwei Umstände führen dazu, dass sich viele Schwangere überlegen, in eine neue Matratze zu investieren:

Durchschlafprobleme in der Schwangerschaft

Nicht gut schlafen zu können, ist ein absolut häufiges Problem von schwangeren Frauen. Sie sind damit also nicht allein. Je näher der Geburtstermin rückt, umso größer wird nicht nur der Babybauch - womit zahlreiche Bewegungseinschränkungen und körperlichen Beeinträchtigungen einhergehen. Allein der Expertenrat, in den letzten Schwangerschaftsmonaten weder auf dem Rücken noch auf der rechten Seite zu liegen, macht vielen Frauen das Schlafen schwer. Auch das Gedankenkarussell wird schneller: Ist alles vorbereitet? Wie wird die Geburt? Umso wichtiger ist es, dass sich Schwangere eine Schlafumgebung schaffen, in der sie erholsamen Schlaf finden - solange es noch möglich ist bis das Baby kommt.

Sollte man in der Schwangerschaft eine neue Matratze kaufen?

Eine Matratze ist für viele Menschen keine kleine Investition - insbesondere nicht, wenn sich Nachwuchs angekündigt hat. Dennoch sollte man durchaus auch in der Schwangerschaft über den Matratzenkauf nachdenken, vor allem dann, wenn die alte Matratze schlichtweg durchgelegen ist. Schlechter Schlaf, Verspannungen, Rückenschmerzen - all das möchte man in der Schwangerschaft nicht zusätzlich haben. Ist die alte, durchgelegene Matratze hierfür die Ursache, sollte man sich eine neue kaufen - was nicht zwingend bedeuten muss, dass man einen anderen Schaumstoff oder Härtegrad wählt, sofern man mit der ursprünglichen Matratze zufrieden war. Ist die Matratze grundsätzlich noch gut erhalten, zeigte keine Liegekuhlen, könnte man mit anderen Mitteln versuchen, die Schlafumgebung zu verbessern (z. B. mit einem Seitenschläferkissen / großes Stillkissen oder ein punktelastischer Topper). Hier ist es natürlich sinnvoll, zu ergründen, was die Schlafstörungen auslöst - wenn es nicht die Matratze im Allgemeinen ist.

Ist die Matratze nach der Schwangerschaft nicht durchgelegen?

Zurecht fragen sich viele Frauen, ob die in der Schwangerschaft neu gekaufte Matratze dann nicht schon durchgelegen ist, wenn man sie - wieder ohne Babybauch - benutzen kann. Durch die vergleichsweise kurzweilige Mehrbelastung in der Schwangerschaft kann eine Matratze nicht durchgelegen werden. Vor allem, wenn man sich für eine Matratze mit hoher Rückstellkraft entscheidet, kann man Kuhlenbildung vermeiden und schläft auch nach der Schwangerschaft gut.

Welche Matratze empfiehlt sich für Schwangere?

Wie bei jedem anderen Menschen auch, ist es eine sehr individuelle Entscheidung, welche Matratze eine Schwangere auswählt. Einige Frauen schlafen grundsätzlich gerne weicher, andere lieber fester. Auch die bevorzugte Schlafposition sollte unbedingt beachtet werden, damit man auch nach der Schwangerschaft bequem liegt. Allgemein sollten Schwangere - und alle anderen - darauf achten, dass die Matratze dem Körper die nötige Unterstützung und Entlastung bietet. Das heißt, dass sich die Matratze im Idealfall den unterschiedlichen Körperpartien anpasst - zum Beispiel eine 7-Zonen-Matratze aus Kaltschaum oder eine punktelastische Matratze aus Visco- oder Gelschaum. So haben zum Beispiel schwere Körperstellen wie die Hüfte, die Möglichkeit weich in die Matratze einzusinken, während leichte Regionen wie Kopf und Beine ausreichend Stützung erhalten und nicht abknicken.

Was Schwangere bei der Matratzenwahl beachten sollten

Eigenschaften des Schaumstoffes: Ist er atmungsaktiv und damit feuchtigkeitsdurchlässig und allergikerfreundlich (z. B. Kaltschaum) ? Ist der Schaumstoff eher wärmespeichernd und bietet ein warmes Schlafklima (z. B. Viscoschaum)?

Rückstellkraft des Schaumstoffes: Bei einer hohen Rückstellkraft bildet sich der Schaumstoff in seine ursprüngliche Form zurück, was eine Kuhlenbildung verhindert. Schaumstoffart, Raumgewicht und Stauchhärte geben Aufschluss über die Rückstellkraft einer Matratze. Eine besonders gute Rückstellkraft besitzen unter anderem Kaltschaum und Viscoschaum.

Allergische Reaktionen: Sowohl Hausstaub und Milben - durch mangelnde Luftzirkulation und Atmungsaktivität der Matratze - als auch chemikalische Substanzen können zu allergischen Reaktionen führen. Das gilt auch dann, wenn man vor der Schwangerschaft nicht auf derlei Dinge reagiert hat, denn die Hormonumstellung kann dazu führen. Ganz davon abgesehen sollte man immer auf eine Matratze wert legen, die für ein hygienisches Schlafumfeld sorgt und absolut frei von Schadstoffen ist.

Wichtiger Tipp für die neue Matratze

Wer sich in der Schwangerschaft entschließt eine neue Matratze zu kaufen, möchte diese selbstverständlich auch über die Zeit der Geburt hinaus nutzen. Es ist daher ratsam, einen Matratzenschonbezug zu kaufen, der feuchtigkeits- beziehungsweise wasserabweisend ist. Das beeinträchtig zwar für eine kurze Dauer die Atmungsaktivität der Matratze, aber verhindert auch, dass Feuchtigkeit in die Matratze eindringt - etwa, wenn die Fruchtblase im Bett platzt, bei Blasenschwäche oder wenn später mal die Windeln beim Baby auslaufen. Nach der Schwangerschaft und Stillzeit kann der Matratzenschonbezug abgenommen werden und die Matratze ist noch schön sauber.

Foto von Amina Filkins auf Pexels